Koloman Moser
- Vorwort
- Einleitung
- Biografie
- Der "Tausendkünstler"
- Das druckgrafische Werk
- Malerei (208)
-
Druckgrafik
(1.047)
- Zeitschriften (308)
-
Buchillustrationen
(242)
- Bummelei, 1896 (26)
- Goethe Gedenkbuch, 1896 (8)
- Jugendschatz deutscher Dichtungen, 1897 (21)
- Wiener Stadtgänge, 1897 (21)
- Viribus Unitis, 1898 (7)
- Lesebuch für österreichische allgemeine Volksschulen, 1899 (20)
- Ars Nova MCMI, 1901 (5)
- Sillabário per le Scuòle popolari austriache, 1901 (61)
- Giovanni Segantini, 1902 (2)
- Österreichische Kunst des XIX. Jahrhunderts, 1903 (2)
- Zur Feier des einhundertjährigen Bestandes der k. k. Hof- und Staatsdruckerei, 1904 (20)
- Der Musikant, 1909 (2)
- Das Prinzip, 1912 (4)
- Das Phantom, 1913 (6)
- Schreiblese-Fibel, 1913 (5)
- Der Verschwender,1915 (6)
- Einzelne Buchillustrationen und Einbände (26)
-
Ausstellungskataloge
(57)
- Secession der Wilden und Freie Vereinigung der Zahmen, 1895 (15)
- Originalzeichnungen, Ölgemälde, [...] 1896 (1)
- I. Kunstausstellung Secession Wien, 1898 (21)
- IV. Kunstausstellung Secession Wien, 1899 (4)
- V. Kunstausstellung Secession Wien, 1899 (1)
- VIII. Kunstausstellung Secession Wien, 1900 (4)
- XIII. Kunstausstellung Secession Wien, 1902 (3)
- XIX. Kunstausstellung Secession Wien, 1904 (3)
- Imperial Austrian Exhibition, 1906 (3)
- Kollektiv-Ausstellung Prof. Kolo Moser, 1911 (2)
- Mappenwerke (61)
- Plakate (9)
- Postkarten (57)
- Einladungskarten | Ballspenden (31)
- Kalender (46)
- Exlibris (10)
- Wertzeichen (25)
- Briefpapier | Broschüren | Logos (10)
- Vorarbeiten (Ausführung unbekannt) (23)
- Ausstellungen
- Bibliografie
- Impressum
Einleitung
Das Werkverzeichnis Koloman Moser
Die Realisierung der Idee des Gesamtkunstwerks als Ausdruck modernen Lebens in Wien um 1900 wäre ohne Koloman Mosers Beitrag heute undenkbar. Der Tausendkünstler Koloman Moser, unterschied sich durch die faszinierende Vielseitigkeit seines Œuvres von seinen Kolleginnen und Kollegen. „Wir versuchten uns in allen Stoffen und ließen uns durch das Material und durch die Technik, die zu seiner Bearbeitung nötig war, künstlerisch anregen. Und ein paar Jahre später mußte Ludwig Hevesi schon feststellen, daß jetzt bereits überall `moserisiert´ werde“ beschreibt Koloman Moser in der autobiografischen Schrift Mein Werdegang die Revolution der Kunstwelt in der Wiener Moderne.
Mit der Transformation des floralen Jugendstils zur geometrischen Stilisierung definierte Koloman Moser nicht nur die heutige Weltmarke der Wiener Moderne in Buchdesign und Einrichtungsstil, sondern ebnete zusammen mit Freunden in der Secession den Weg in die geometrische Abstraktion. Seine experimentelle Haltung motivierte Moser, auch in seiner Malerei koloristisch neue Wege zu gehen. Er nutzte optische Erkenntnisse des Postimpressionismus und die Farbenlehre Goethes als Inspirationsquellen für das Sehen aktivierende Farberlebnisse. In der Gattung der Druckgrafik setzte Moser in seinem avantgardistischen Design neue Maßstäbe, so auf dem aktuellen Gebiet der Corporate Identity, narrativer Illustration bis zur Graphic Novel. Wie kaum ein anderer seiner Generation repräsentiert Moser die Idee des Gesamtkunstwerks, indem sämtliche von ihm ausgeübten Sparten, von Raumkunst über Malerei, Zeichnung, Druckgrafik bis zum Kunstgewerbe, in Wechselwirkungen treten.
Der 100. Todestag Koloman Mosers gab nunmehr den Anlass zur Präsentation des Werkverzeichnisses seiner Malerei und Druckgrafik, welches dank der großzügigen Förderung des Dorotheum als 10. Band der Reihe Belvedere Werkverzeichnisse verwirklicht werden konnte. 2019 wird der Werkkatalog durch die Veröffentlichung der Zeichnungen Mosers ergänzt und abgeschlossen. Durch die sukzessive Erforschung der einzelnen Kunstgattungen ergibt sich ein umfassendes Gesamtbild des Universalkünstlers der Wiener Moderne. Präsentiert wird das Œuvre Mosers auf der frei zugänglichen Online Forschungsplattform für Werkverzeichnisse des Belvedere und richtet sich gleichermaßen an Kunstinteressierte, Kunstwissenschaftler als auch den Kunsthandel.
Malerei
(Gerd Pichler)
Die erneute Aufarbeitung der Malerei von Koloman Moser versteht sich als Aktualisierung des 2012 erschienen gedruckten Werkkatalogs von Gerd Pichler. In dem systematischen Verzeichnis der Gemälde Mosers wurden Ölgemälde auf Leinwand, Holz, Karton und Papier erfasst. Tunkpapiere Mosers sind nicht verzeichnet, auch nicht, wenn sie mit Ölfarbe gestaltet wurden.
Aufgenommen wurden ausschließlich Arbeiten, die im Original oder durch Abbildungen überliefert sind. Gemälde, die nur über Quellen nachgewiesen werden können, aber nicht exakt zuzuordnen sind, bleiben künftiger Forschungsarbeit vorbehalten. Werke, die vom Autor bislang nicht im Original eingesehen wurden, sind in der Objektbeschreibung als solche kenntlich gemacht. Da zu diesen Gemälden keine verlässliche Aussage über deren Authentizität getroffen werden kann, wurden sie nur unter Vorbehalt in das Werkverzeichnis eingegliedert. Angaben zur deren Technik und Maße sowie vorder- und rückseitige Beschriftungen wurden der jeweils angegebenen Literatur entnommen. Es liegt im Wesen eines Werkverzeichnisses, welches nicht vom Künstler selbst angelegt wurde, dass kein Anspruch auf Vollständigkeit gestellt werden kann. Fälschungen von Gemälden, die in größerer Zahl seit den 1970er Jahren im Auktionshandel wiederkehrend nachgewiesen werden können, sind nicht gesondert aufgelistet.
Maßangaben sind in Höhe mal Breite und in Zentimeter angegeben. Bei Gemälden auf Leinwand über Keilrahmen sind die Maße auf 0,5 cm auf- bzw. abgerundet. Gemälde auf Karton bzw. Papier und dublierte Leinwände ohne Überstand sind auf Millimeter gemessen, wobei unregelmäßige Formate jeweils mit maximalen Maßen in Höhe mal Breite angegeben sind.
Die Werknummerierung der Druckversion folgt einem chronologischen Schema und wurde im Online Verzeichnis überwiegend beibehalten. Alle seither hinzugekommenen Werke wurden vom Autor zeitlich eingeordnet und durch den nachgestellten Buchstaben „a“ gekennzeichnet. Vom Künstler selbst formulierte Bildtitel sind als solche in der Werkbeschreibung gekennzeichnet, alle übrigen wurden aus der Tradition übernommen bzw. für die ursprüngliche Publikation neu formuliert.
Signaturen & Monogramme der Gemälde
Koloman Moser verwendete eine Vielzahl schriftkünstlerisch gestalteter Monogramme zur Signierung seiner Gemälde. Im vorliegenden Werkverzeichnis wurde erstmals eine Klassifizierung der Monogrammtypen vorgenommen. Anhand gesichert datierter Gemälde ist feststellbar, dass die einzelnen Monogrammtypen in einigen Entstehungsjahren gehäuft auftreten. Allerdings zeigte sich, dass sie dennoch nicht als verlässlicher Indikator zur Datierung eines Gemäldes herangezogen werden können. Beispielsweise sind die Figurenstudien zu Tristan und Isolde ( GE 186 und GE 187) zweifellos zeitnah entstanden, weisen aber zwei unterschiedliche Monogrammtypen ( Typ E und Typ F) auf. Das Gemälde GE 62 etwa wurde vom Künstler doppelt in zwei unterschiedlichen Typen monogrammiert ( Typ D und Typ E).
Informationen zum Nachlassstempel
Der originale Nachlassstempel wurde 1920 anlässlich der Nachlassausstellung in der Galerie Wolfrum angefertigt. Dieser querrechteckige Gummistempel (28 x 46 mm) mit einfacher Rahmung und dem Text „NACHLASS KOLOMAN MOSER“ wurde in schwarz, seltener auch in violett, bei Gemälden auf Leinwand bzw. Karton ebenso wie auf Papierarbeiten verwendet. Er wurde ohne erkennbare Regel an den unterschiedlichsten Stellen der Kunstwerke (sowohl recto als auch verso), teils auch mehrfach angebracht. Dieser Nachlassstempel wurde Ende der 1970er Jahre kopiert: Es wurden zwei Stempel mit identischem Text hergestellt, die sich nur in Details vom Original unterscheiden. Darüber hinaus konnte ein kleinerer Stempel (14 x 22 mm) mit dem Text „NACHLASS KOLO MOSER“ nachgewiesen werden, zu dessen Herstellung bislang jegliche Angaben fehlen. Dieser Stempel wurde auch auf Arbeiten verwendet, die nicht von der Hand Kolo Mosers stammen.
Druckgrafik
(Stefan Üner)
Für die Erfassung des druckgrafischen Werks von Koloman Moser, wurden neben den Originalgrafiken auch die Reproduktionsgrafiken im Werkverzeichnis aufgenommen. Aufgrund der Anzahl an Werken und chronologischer Überschneidungen, haben wir uns bei der Sortierung der Druckgrafik für Serientitel entschieden, die in annähernd chronologischer Reihenfolge Mosers grafische Entwicklung nachvollziehen lassen. Das System der Nummerierung beruht auf Werkverzeichnisnummern, bei Werkgruppen wie beispielsweise Büchern und Zeitschriften wurden die einzelnen Seiten anhand von Subnummern gezählt. Probedrucke, Farbvarianten oder weitere Zustände einer Druckgrafik werden im Werkverzeichnis berücksichtigt, tragen aber keine eigene Werkverzeichnisnummer, sondern werden an das jeweilige Werk angefügt.
Die Maße druckgrafischer Werke sind in Millimeter gemessen. Nach Möglichkeit werden sowohl Darstellungsmaße/Plattenmaße als auch Blattmaße angegeben. Bei Grafiken, die in einem größeren Kontext stehen, wie zum Beispiel Vignetten, wird die dazugehörige Seite (Blatt) mitangezeigt.
Originalangaben in den Drucken (Signaturen, Monogramme, Datierungen) werden exakt wiedergegeben. Buchstaben und Zahlen in eckigen Klammern kennzeichnen Ergänzungen des Autors.
Angaben zur Literatur, Provenienz und Ausstellungsgeschichte sind für das Werkverzeichnis bestmöglich recherchiert und entsprechen dem aktuellen Forschungsstand, können jedoch keine Vollständigkeit garantieren.
Danksagung
Als Autoren konnten Gerd Pichler für die Malerei und Stefan Üner für die Druckgrafik gewonnen werden. Maria Rennhofer verfasste die Biographie. Ihnen wird ein herzlicher Dank für sämtliche Beiträge und die produktive Zusammenarbeit ausgesprochen.
Für die redaktionelle Umsetzung sei an dieser Stelle Kevin Breiteneder gedankt. Franz Smola und Cornelia Cabuk standen dem Projekt als wissenschaftliche Berater_innen zur Seite.
Die Herausgeber bedanken sich vielmals bei allen Mitarbeiter_innen, Institutionen und Privatpersonen, die zur Entstehung des Werkverzeichnisses beigetragen haben.
Besonderer Dank geht an die zahlreichen privaten Sammler und Besitzer, sowie an öffentliche Sammlungen, Museen, Privatstiftungen, Auktionshäusern und Galerien, die ihre Werke Koloman Mosers zugänglich gemacht und die Projektarbeit in vielfältiger Weise unterstützt haben.
Belvedere Wien, 2018
Die Herausgeber_innen
Abkürzungen
Abb. | Abbildung |
Ausst. Kat. | Ausstellungskatalog |
bez. | bezeichnet |
dat. | datiert |
Inv. Nr. | Inventarnummer |
Jg.
|
Jahrgang |
H. | Heft |
Kat. Nr. | Katalognummer |
monogr. | monogrammiert |
S. | Seite |
sign. | signiert |
Taf. | Tafel |